Ein Gespräch unter Nachbarn.

Herbert, Manfred und Christian treffen sich vor der Apotheke ...

santa-claus.jpg

Herbert:
Na, ihr beiden. Habt ihr euch auch mit Drogen versorgt?!

Manfred:
Na, ja. in unserem Alter braucht man schon mal etwas, was dem Körper hilft. Aber Drogen sind doch was anderes.

Christian:
Wirf das nicht so weit weg. Jetzt, wo die neue Regierung Marihuana für alle freigeben will.

Manfred:
Apropos. unsere Regierung. Langsam steigt doch keiner mehr durch, welche Corona Regeln jetzt gelten und für wen und wo.

Christian:
Das ist aber auch gar nicht so einfach, die so unterschiedlichen politischen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen.

Manfred:
Die Regeln der Regierung sind das eine. Aber genauso wichtig oder noch wichtiger ist die Vernunft der Leute. Die sogenannte Welle, die wir jetzt haben, ist doch zum großen Teil hausgemacht, weil viele Menschen sich völlig unvernünftig benehmen und durch nicht notwendige Kontakte sich und andere gefährden.

Herbert:
Dafür gibt es doch jetzt zum Glück die Impfungen.

Christian:
Die schützen aber nicht so, wie das mal erhofft wurde. Man wird nicht immun, sondern anstecken kann man sich immer noch. Die Krankheit wird nur nicht so schlimm. Deshalb ist es ja auch wichtig, dass möglichst viele Menschen geimpft sind, nicht nur einmal, sondern inzwischen auch noch geboostert, das heißt zum dritten Mal.

Manfred:
Mein Schwager hat erzählt, dass man beim Boostern kalte Füße kriegt. .

Christian:
Wieso das denn?

Manfred:
Natürlich nicht von der Spritze, sondern weil du da lange draußen warten musst. Er hat letzten Sonntag fast drei Stunden angestanden. Er war die Nummer 365. Habt ihr denn schon eure dritte Impfung?

Christian:
Ich hab bei meinem Doktor in vier Wochen einen Impftermin. Meine Frau hat schon Ihre dritte Impfung weg.

Herbert:
Ich glaube, ich werde mich mit meiner Frau bei der nächsten Sonderaktion auch in die Schlange stellen. Wir gehen dann aber gleich zu Beginn hin, Hoffentlich muss man dann nicht so lange warten.

Manfred:
Wisst ihr, wer mir in all dem Kuddel-Muddel am meisten Leid tut?! Das sind die Kinder und Jugendlichen. Wenn ich darüber nachdenke, was wir früher alles gemacht haben und wie wichtig unsere Freunde und erst die Freundinnen waren. Ich möchte in dieser Zeit kein Jugendlicher sein.

Herbert:
Ich auch nicht. Aber kuck mal, was die jungen Leute heute an witzigen Ideen haben, die sie alle im Internet und den sogenannten sozialen Netzwerken verbreiten können. Konnten wir damals nicht.

Christian:
Brauchten wir auch nicht. Solche Umwege, um in Kontakt zu kommen. Wir konnten uns damals anfassen.

Manfred:
Aber Jammern hilft uns nicht weiter. Ich kann nur hoffen, dass sich die Menschen zusammenreißen und Abstand zueinander halten und sich vor allem impfen lassen.

Herbert:
Wir wollten zu Weihnachten eigentlich zu unseren Kindern nach Hannover fahren. Mal sehen, wie die Corona Lage dann ist. Aber zur Not kann man ja über Video Kontakt zueinander halten. Das ist nicht das Gleiche wie direkter Kontakt. Aber immerhin…

Manfred:
Dann wünsche ich uns, dass wir gesund bleiben und Weihnachten schön feiern können

Herbert:
Und freuen wir uns, dass wir hier leben und nicht in einem Land, in dem es keine Impfungen gibt und kein Gesundheitssystem wie bei uns.

Also, in diesem Sinne. Fröhliche Weihnachten.

Wolfgang Hönisch

 


 

Stader Rathaus zeigt das „Fest der Kultouren“ in Bildern

Feste der Kultouren Ausstellung Foto Sven Husung

Organisatorin Britta Rust (vorne links) versammelt die Mitstreiter Sibylle Werft (v.l.n.r.), Beate Winkler, Dirk Kühn, Hildegard Kromus, Kai-Janis-Meyer und Wolfgang Hönisch sowie den Kinderchor Klangform mit Leiterin Claudia Marquardt (mit der Gitarre) um sich. Fotos: Husung

Lesen Sie HIER den gesamten Artikel als PDF.

 

Die Nachbarn ins Netz locken - Sonderausgabe des Tageblatt am 19.10.2019

Bild zu extra19192019

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Stief, Tageblatt

Geschichte des markus-cafés in einem Buch

Neun Monate hat ein Redaktionskreis  daran gearbeitet, die Geschichte des markus-cafés und die Fluchtgeschichten der Gäste zu dokumentieren.

Herausgekommen ist ein Buch, das authentische Fluchtgeschichten und die Entwicklung von einem „Flüchtlingscafé“ zu einem Café im Stadtteil, dem „markus-café“, widerspiegelt.

Buch angekommen

Dieses Buch können Sie freitags von 15 bis 17 Uhr im markus-café im Lerchenweg in Stade erwerben.

Dort haben Sie auch die Gelegenheit, die Menschen, die hinter den Geschichten stehen, persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

 

Warum macht ihr das?

Das werden die ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer der Initiative 132 in Stade-Wiepenkathen oft gefragt und die Antwort hat sich auch nach fast zwei Jahren Flüchtlingsarbeit nicht geändert.

Am Anfang war es die spontane Bereitschaft, „Ja“ zu sagen zur Hilfe für die anreisenden Asylsuchenden, die im Trubel der Flüchtlingswelle nach Wiepenkathen kamen. Zwölf Ehrenamtliche aus dem Dorf formierten sich zu einer Gruppe, die dies als aktive Nachbarschaftshilfe sahen und tatkräftig Unterstützung leisteten – handwerklich, organisatorisch, praktisch, mental. Eine zeitintensive und bisweilen auch psychisch anstrengende Herausforderung, die zunächst kaum Luft und Zeit zum Nachdenken ließ. Da war es gut, dass sich die regelmäßig stattfindenden Helfertreffen trotz der Fülle an Aufgaben nicht nur auf die organisatorischen Dinge beschränkten, sondern Raum ließen für den Austausch untereinander. Das ist bis heute so geblieben.

Hier werden nicht nur Fragen wie „Was ist der richtige Weg?“ zum Umgang mit den Flüchtlingen als Selbstanalyse und Weiterentwicklung dieser Hilfe zur Selbsthilfe beantwortet, sondern hier berichten alle von ihren individuellen positiven wie negativen Erfahrungen mit ihren Schützlingen. Dass es aufgrund unterschiedlicher Kulturen bei manchen Helfern zu Unverständnis in Punkto Sauberkeit, Ordnung, Kindererziehung, Verhaltensweisen und Pflichtbewusstsein kommt, liegt auf der Hand. Die Gespräche in der Gruppe der Ehrenamtlichen helfen damit umzugehen. Angebotene Vorträge über andere Kulturen helfen zu verstehen.

Weiterlesen: Warum macht ihr das?

Unterstützt durch:


Senioren und Pflefe LK STade

 
 

Ansprechpartner:

 

Wolfgang Hönisch
 04141 - 84 20 8

 
 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.